Wilhelm Noll - Ein Weltmeister wird 80


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Der Gespannrennsport hat in Deutschland eine lange Tradition. Bereits 1937 waren es Karl Braun/Erwin Badsching (DKW 600 ccm) und Hans Schuhmann/Julius Beer (DKW 1000 ccm), die erste Europameistertitel für Deutschland holten. Es war das letzte Jahr, in dem der Titel aufgrund des Resultates eines Grand Prix vergeben wurde, in diesem Falle dem des Großen Preises der Schweiz in Bern.

Zwischen 1947 und 1950 - Deutschland war aus bekannten Gründen vom internationalen Geschehen ausgeschlossen worden - teilten sich NSU- und BMW-Gespanne die nationalen Titel in den damals mit Motoren bis 600 bzw. 1200 ccm ausgetragenen Klassen. Ab 1951 aber dominierte dann BMW allein. Die ersten Weltmeisterschaftspunkte mit 500-ccm-BMW-Motoren hatten bereits 1949 in Spa-Francorchamps die Schweizer Roland Benz/Max Hirzel als 4. und 1951 im Montjuich-Park von Barcelona die Österreicher Siegfried Vogel/Leo Vinatzer als 5. geholt.

Die Aussicht auf Wiederaufnahme in die Fédération Internationale Motocycliste - FIM - (die dann 1952 Realität wurde) beflügelte logischerweise die Rennsportaktivitäten der deutschen Motorradhersteller. Denn internationale Rennsporterfolge - das wussten auch die Herren in den "Chefetagen" - würden eine gute Werbung mit der Konsequenz steigender Absatzzahlen sein.

Bei BMW in München profitierte man in diesem Zusammenhang von den Erfahrungen der Vorkriegszeit und der Entwicklungsarbeit der ersten Nachkriegsjahre. International war der Kompressormotor allerdings seit 1949 passé. Nun zahlte sich aus, dass man schon ab Ende der 40er Jahre "zweigleisig" gearbeitet hatte. Das neue Saugmotor-Gespann hatte mit dem Sieg von Ludwig "Wiggerl" Kraus/Bernhard Huser im Hannoveraner Eilenriederennen 1951 eine erstklassige Premiere.

Der erste deutsche BMW-Weltmeisterschafts-Punktgewinn gelang 1952 mit dem 6. Platz im erstmals als WM-Lauf ausgetragenen "Großen Preis von Deutschland" auf der Stuttgarter Solitude-Strecke Wilhelm Noll und Fritz Cron. Sie bildeten ein Gespann, das in der Folge Geschichte schreiben sollte.

Wilhelm Noll wurde am 15.März 1926 in Kirchhain bei Marburg geboren und feiert demzufolge am gleichen Tag des Jahres 2006 seinen 80. Geburtstag.

Die Verbundenheit mit der Motorisierung war ihm praktisch in die Wiege gelegt worden, denn sein Vater betrieb seit 1921 eine Fahrrad- und Motorrad-Werkstatt in Wilhelms Geburtsort. In der Nachbarschaft wohnte Familie Cron, deren Sohn Fritz (geboren am 31.März 1925) Wilhelm Nolls bester Freund war. Spiel- und Tummelplatz der beiden - wie sollte es anders sein - war das Noll´sche Werkstattgelände. Dabei ist es alles andere als verwunderlich, dass Wilhelm schon als Schuljunge das Fahren von Motorrädern und Autos erlernte. Ein französischer Kriegsgefangener war ihm dabei sehr behilflich.

Dass er das Kfz-Handwerk erlernte, verstand sich wohl von selbst. Er tat dies aber nicht beim Vater, sondern in einer Mercedes-Werkstatt in Marburg. Fritz Cron absolvierte eine Ausbildung als Elektrotechniker.

Sportlich betätigte sich Wilhelm Noll - natürlich gemeinsam mit Freund Fritz - als Turner und Handballspieler im örtlichen Verein. "Verursacht" durch die ständige Nähe zum Kraftfahrzeug wuchs bei beiden aber bald die Liebe zum Motorradrennsport. Und da sie nun einmal ein Team waren, wollten sie diesen auch gemeinsam betreiben. Die Möglichkeit dazu sahen sie im Seitenwagensport.
Wie so vielen Menschen der damaligen Zeit, so durchkreuzte der 2. Weltkrieg auch die Pläne der beiden jungen Männer - zum Glück nur vorübergehend. Fritz Cron wurde zur U-Boot-Marine eingezogen und entging nur mit Glück einem schlimmeren Schicksal. Auch Wilhelm Noll hatte Glück im Unglück. Während des Einsatzes in einer Stadtallendorfer Rüstungsfabrik zog er sich eine Vergiftung zu, deren Folgen die Einberufung verhinderten.

Kaum waren die beiden Kirchhainer wieder zu Hause, ging es ans Pläneschmieden. Den "Appetit" holten sie sich durch den Besuch zahlreicher Rennen. Vater Noll allerdings, der im Radrennsport erfolgreich gewesen war, hätte es natürlich gern gesehen, wenn der Sohn in seine Fußstapfen getreten wäre. Aber zum Glück für Deutschlands Motorradrennsport ließ sich Wilhelm nicht beirren.

Das Hauptproblem war die Beschaffung eines geeigneten "Untersatzes". Die Gelegenheit bot sich in einer ziemlich heruntergewirtschafteten BMW R 66, und Vater Noll war entsetzt darüber, dass der Sohn seine generalüberholte DKW 350 NZ dagegen eintauschte. Er hielt die BMW für irreparabel und bezeichnete sie als "Schrotthaufen".

Wilhelm und Fritz aber verbrachten jede freie Minute damit, Vater Noll das Gegenteil zu beweisen. Ganz sicher nicht von Nachteil war ihnen dabei die Hilfe des erfolgreichen Marburger Rennfahrers Karl Lottes. Und ein Freund des Vater, der damals sehr bekannte Sportwagenrennfahrer und BMW-Vertreter Helm Glöckler, nutzte seine guten Beziehungen nach München.

Der notwendige Seitenwagen wurde auf eine damals nicht unübliche Weise beschafft. Der Besitzer eines solchen "Utensils" benötigte drei Kubikmeter Bauholz. Dass Vater Noll diesen in seinem Schuppen lagernden "Schatz" freigab zeigt, dass er sich nunmehr mit den Plänen seines Sohnes angefreundet hatte.

Das Gespann wurde fertig und nach ungezählten Probefahrten sollte das Renndebüt im Mai 1948 in Köln erfolgen. Aber die dortige Rennleitung wollte das "unbeschriebene Blatt" nicht starten lassen. Wieder war es Karl Lottes, der half. Seiner Fürsprache hatten die beiden den Start und den 2.Platz zu verdanken. Auf dem unmittelbar folgenden Dieburger Dreieck reichte es sogar schon zum ersten Sieg. Startgenehmigungen seitens der Rennleitungen waren ab sofort kein Problem mehr.

Fritz Cron war von Kirchhain nach Frankfurt umgezogen. Dort hatte er bei Siemens eine Arbeitsstelle erhalten und er blieb dieser Firma bis ans Ende seines Berufslebens treu. Aber der Verbindung tat das absolut keinen Abbruch, zumal er ja in Hessen geblieben war.

Heute lebt er in Eschborn und lässt es sich nicht nehmen, nach Möglichkeit mit seinem Freund Wilhelm an Treffen alter Rennsportfreunde und Rivalen teilzunehmen.

Ab 1950 stieg das Gespann Noll/Cron in die Lizenzklasse auf und mit einem weiter verbesserten "Untersatz" stand am Ende der Saison bereits der erste Platz in der Sonderwertung der Seitenwagen bis 600 ccm ohne Kompressor zu Buche.

Neben dem dritten Platz in der bundesdeutschen Meisterschaft 1951 hatten sie in diesem Jahr auch ihren ersten Kontakt mit dem Sachsenring. Er war erfolgreich - sie siegten. Und offenbar hatte Wilhelm Noll bereits damals bei einer kritischen "Gilde", den Journalisten, nicht nur durch seine Leistungen, sondern auch durch seine Art Eindruck erweckt. Der "Motorpresseclub" nahm ihn in seinen Fahrerring auf und verlieh ihm das entsprechende Diplom im Februar 1952.

In diesem Jahr war es dann leider eine 50 %ige Ausfallquote in 6 Läufen zur Deutschen Meisterschaft, die nach Siegen am Feldberg und in der Eilenriede eine bessere als die wiederum 3. Endplatzierung verwehrte. Dass sie die "Altmeister" Wiggerl Kraus/Bernhard Huser auf den 4.Platz verwiesen, ist dabei ganz sicher bemerkenswert. Aus dem technischen Bereich ist besonders der Einsatz einer von Wilhelm Noll entwickelten hydraulischen Kombibremse zu erwähnen, mit der später auch die "Konkurrenz im eigenen Haus" ausgerüstet wurde. Zunächst aber staunten die Rivalen über den "Spätbremser"!

Dass diese Entwicklung bei BMW auf Resonanz stieß, verwundert wohl nicht; für 1953 erhielten die Hessen einen Werksvertrag.. Wohl mussten sie Kraus/Huser noch einmal den nationalen Titel überlassen (sie wurden Vizemeister), vor allem international aber ging es voran. Die englischen Norton- und italienischen Gilera-Gespanne hatten seit 1949 das Weltmeisterschaftsgeschehen bestimmt. Eric Oliver 1949 (mit Denis Jenkinson), 1950/51 (mit Lorenzo Dobelli) und 1953 (mit Stanley Dibben) sowie Cyril Smith (1952 mit Robert Clements) führten die vorrangig aufgrund ihres sehr guten Fahrgestelles dominierenden Einzylinder aus Birmingham zu fünf Weltmeistertiteln.

Nachdem Kraus/Huser 1953 in Spa-Francorchamps als Dritte den ersten Weltmeisterschafts-Podestplatz für BMW erzielt hatten, taten es ihnen die beiden Hessen beim "Großen Preis der Schweiz" auf dem Berner Bremgartenring gleich. Es sollte der Auftakt zu einer aufsehenerregenden Erfolgsserie sein.

1954 war das Jahr, in dem BMW erstmals wirklich in der Seitenwagen-Weltmeisterschaft präsent war. Eric Oliver, nun mit Leslie Nutt im "Boot", hatte dank seines grenzenlosen Einsatzes und seines zweifellos vorhandenen exzellenten Könnens die ersten drei Grand Prix gewonnen. Aber bereits in der Isle-of-Man-T.T., wo erstmals seit 1925 wieder ein Seitenwagen-Rennen stattfand, war es die BMW-"Armada" mit Friedrich Hillebrand/Manfred Grunwald, Noll/Cron und Walter Schneider/Hans Strauß, die nach Oliver einkam und der bisherigen Norton-Dominanz ein Ende bereitete. Bemerkenswert und für den Enthusiasmus der damaligen Zeit wohl typisch: BMW hatte die werksseitige "Exkursion" in die Irische See aufgrund des Ausfalles ihrer Solo-Hoffnung Walter Zeller abgesagt. Noll und Cron wie auch die beiden anderen vorn platzierten Gespanne nannten daraufhin privat.

Wie stark insbesondere die Kirchhain-Frankfurter-BMW-Kombination nun geworden war, bekam Oliver immer mehr zu spüren. Der Engländer war kein Typ, der verlieren konnte. Und so fuhr er immer mit mindestens 100%igem Einsatz, was ihm beim nicht zur Weltmeisterschaft zählenden Feldbergrennen zum Verhängnis wurde. Oliver/Nutt stürzten im Kampf mit Noll/Cron so schwer, dass ein Start zum "Großen Preis von Deutschland" auf der Solitude unmöglich war. In der Schweiz und in Italien waren die Briten wieder dabei, doch zumindest immer noch gehandikapt.

Wilhelm Noll und Fritz Cron dagegen hatten mit dem Einspritz-Zweizylinder ein erstklassiges Gefährt zur Verfügung. Und so sind sowohl der 25.Juli wie auch der 12. September 1954 für Wilhelm Noll/Fritz Cron und BMW historische Tage. Am erstgenannten Datum gewann das hessische Gespann den ersten Weltmeisterschaftslauf auf der Solitude, an letztgenanntem Tag die erste Fahrer-Weltmeisterschaft für BMW in Monza. Es war der Beginn einer einmaligen Siegesserie von 14 aufeinanderfolgenden Weltmeistertiteln für das Münchener Werk, unterbrochen erst 1968 durch Helmut Fath mit seiner URS.

Im Dezember 1954 wurden die Kirchhainer Jugendfreunde dann durch den Bundespräsidenten, Professor Theodor Heuss, für ihre hervorragenden sportlichen Leistungen ausgezeichnet. Sie erhielten mit dem "Silbernen Lorbeerblatt" die höchstmögliche Sportauszeichnung der Bundesrepublik Deutschland.

Dass die Weltmeister auch die nationalen Titelträger waren überraschte bestimmt nicht. Mit dem 2. Platz in der Deutschen Meisterschaft hatten sich aber auch die hessischen Landsleute Willi Faust und Karl "Charly" Remmert" für die Aufnahme in das Werksteam 1955 empfohlen.

Die Weltmeisterschaft 1955 wurde dann zwischen diesen beiden Gespannen entschieden. Am Ende hatten Faust/Remmert drei Siege und einen 2.Platz, Noll/Cron je 2 Siege und 2.Plätze. Beide waren auf der Isle of Man gestürzt, wo Schneider/Strauß als Sieger die BMW-Ehre hochhielten.

Wilhelm Noll und Fritz Cron hätten ihren 54er Titel sicher gern erfolgreich verteidigt, erkannten aber die Leistung der "Gegnerschaft im eigenen Stall" neidlos an.

Der Höhepunkt das Jahres 1955 war für Wilhelm Noll die Erzielung des absoluten Geschwindigkeits-Weltrekordes für Dreiradfahrzeuge für den Kilometer und die Meile - 280 km/h. Am 4.Oktober nutzte er dazu auf der Autobahn zwischen München und Ingolstadt ein vollverkleidetes, mit einem hochverdichteten 500 ccm-Motor ausgerüstetes BMW-Fahrzeug. Dass dieser Rekord heute noch Bestand hat, zeugt auch von seiner Außergewöhnlichkeit.

In München hatte man - bei aller Freude über die Erfolge - die Hände nicht in den Schoß gelegt. Entwicklungsarbeit wurde vor allem in Richtung Fahrgestell und Aerodynamik betrieben. Im Frühjahr 1956 standen Testfahrten in Hockenheim an, und dabei forderte der Rennsport ein weiteres Opfer. Willi Faust und Karl Remmert stürzten schwer. Der Beifahrer verlor sein Leben, und Willi Faust trug schwere Verletzungen davon, die ihn ein Leben lang beeinträchtigten.

So bestand das BMW-Seitenwagen-Werksaufgebot 1956 aus Noll Cron, Hillebrand/Grunwald und Schneider/Strauß. Das T.T.-Pech blieb Wilhelm Noll treu; er fiel - in Führung liegend - mit Maschinenschaden aus. Die wie auch ein Jahr zuvor gefahrene schnellste Rennrunde bewies jedoch, daß ihm der "Clypse-Course" sehr gut lag.

Nach Assen aber, wo sie hinter dem schon auf der Isle of Man siegreich gewesenen Friedrich Hillebrand Zweiter geworden waren, legten die Hessen mit den Siegen in Spa-Francorchamps, auf der Solitude und in Ulster dann den Grundstock zur ihrem zweiten Weltmeistertitel. Der Ausfall im letzten Grand Prix ihrer Karriere in Monza schadete da nichts mehr. Rivale Hillebrand musste einem Gilera-Gespann unter den Brüdern Albino und Rossano Milani - ausschließlich in Monza am Start gewesen - sowie der überraschend schnellen Norton von Peter "Pip" Harris/Ray Campbell den Vortritt lassen.

Trotz aller motorsportlichen Erfolge war das Geschäft mit Serien-Motorrädern so rückläufig, dass nach NSU 1956 auch DKW und BMW die werksseitige Rennbeteiligung einstellten. Mit steigendem Wohlstand hatte auch die Bequemlichkeit zugenommen - das Auto vertrieb das Motorrad als tägliches Fortbewegungsmittel immer mehr.

BMW beschränkte sich nun darauf, ausgewählten Fahrern Rennmotorräder zu verkaufen und sie mit Teilen zu versorgen. Die Betreuung wurde auf ein Minimum reduziert.

Wilhelm Noll und Fritz Cron nahmen diese Entwicklung zum Anlass, ihre motorsportliche Laufbahn zu beenden. Neun Jahre waren sie gemeinsam auf den bekanntesten Rennstrecken Europas gefahren. Und bei der Bewertung ihrer in drei Jahren errungenen acht Siege in Weltmeisterschaftsläufen muss man berücksichtigen, dass in den Jahren 1954-56 pro Jahr nur sechs Läufe stattfanden. 44 % aller Weltmeisterschaftsläufe in diesen drei Jahren wurden damit von den beiden Hessen gewonnen - gewiss keine schlechte Quote!!

Wilhelm Noll wechselte nun in das Berufsleben und wurde Werkstattmeister im väterlichen Autohaus. 1963 übernahm er das Geschäft und führte das "BMW-Autohaus Noll" bis 1990. Ende 1990 wurde das Geschäft verkauft und ist heute ein Opel-Autohaus.

Dem Motorradrennsport blieb der zweifache Motorradweltmeister in verschiedenen Funktionen treu. So wurde er Präsident der Obersten Motorradsport-Kommission (OMK), 1979 Mitglied der Straßenrennsportkommision der FIM und letztendlich deren Vizepräsident

Ich hatte das große Glück, Wilhelm Noll 28 Jahre nach unserem ersten "Rendezvous" wiederzusehen (1956 sah ich - Jahrgang 1944 - als Junge das Gespann Noll/Cron am Sachsenring Zweite werden). Erstmals war es mir möglich, mit ihm längere, sehr interessante Gespräche während der Motorrad-Europameisterschaftsläufe in Brünn 1984 und 1986 zu führen. In letztgenanntem Jahr war er als Präsident der FIM-Jury dort. Seither haben wir uns nie aus den Augen verloren

1990 folgte der bereits genannten höchsten sportlichen Auszeichnung die Verleihung einer der überhaupt höchsten deutschen Auszeichnungen, des Bundesverdienstkreuzes am Bande des Verdienstordens der BR Deutschland. Im Namen des Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker erfolgte diese durch den heutigen Wirtschaftsminister von Hessen, Alois Rhiel. Es war die Anerkennung für das gesamte Lebenswerk eines Mannes, der stets durch Tatkraft, Mut sowie die Übernahme unternehmerischer und allgemeiner Verantwortung Vorbild war.

Zuletzt, aber nicht als letztes: Wilhelm Noll ist seit nunmehr 45 Jahren mit seiner Ehefrau Gertrud verheiratet. Gemeinsam sind sie durch "dick und dünn" gegangen und haben dabei auch eine Passion geteilt - das Fliegen. Dass ein guter Hausarzt nicht nur für medizinische Diagnosen gut sein muss, zeigte sich in ihrem Fall. 1977 inspirierte jedenfalls der ein Flugzeug besitzende Hausarzt des Ehepaares Noll Wilhelm und seine Frau, das Fliegen zu erlernen. Sie taten es, legten sich eine Piper "Warrier" zu und traten dem "Kurhessischen Verein für Luftfahrt von 1909" bei. Dem neuen Hobby frönten sie mit Hingabe. Erst fast 20 Jahre später - 1996 - mussten beide das Fliegen aus gesundheitlichen Gründen aufgeben. Aber so leicht ließ man ihn trotzdem nicht "aus der Luft". Am 13.10.1997 wurde der erste BMW-Weltmeister vom Regierungspräsidenten in Kassel als "Beauftragter für Luftaufsicht" des Landes Hessen bestellt. (Text: Frank Bischoff, Fotos: Arciv BMW, Archiv Bischoff, Archiv Ohner)

Rennen
Platz
1952 GP von Deutschland, Solitude
6
1953 GP von Belgien, Spa-Francorchamps
6
1953 GP der Schweiz, Bern
3
1954 GP von Großbritannien, Isle of Man
3
1954 GP von Irland, Dundrod
3
1954 GP von Belgien, Spa-Francorchamps
2
1954 GP von Deutschland, Solitude
1
1954 GP der Schweiz, Bern
1
1954 GP von Italien, Monza
1
1955 GP von Deutschland, Nürburgring
2
1955 GP von Belgien, Spa-Francorchamps
1
1955 GP der Niederlande, Assen
2
1955 GP von Italien, Monza
1
1956 GP der Niederlande, Assen
2
1956 GP von Belgien, Spa-Francorchamps
1
1956 GP von Deutschland, Solitude
1
1956 GP von Irland, Dundrod
1

 


Noll/Cron trotzen noch ohne Verkleidung dem Fahrtwind

Ein stolzer Wilhelm Noll nach den erfolgreichen Rekordfahrten

Die TT brachte nur 1954 ein zählbares Ergebnis - Rang 3