Vor 10 Jahren starb Max Wiener

Am 7. Januar 1996 erschütterte die Nachricht vom Tod von Max Wiener nicht nur die österreichischen Motorsportfans. Der damals 49-jährige Bad Ischler prallte in seiner Heimatgemeinde gegen einen Traktor, der ihm die Vorfahrt genommen hatte.

Wiener zählte in den Siebzigerjahren zu den erfolgreichsten Privatfahrern im Grand-Prix-Zirkus. 1976 holte er sich auf einer Vierzylinder-Yamaha beim Großen Preis der Tschechoslowakei in Brünn den fünften Rang in der Halbliterklasse. 1977 wurde er bei seinem Heim-GP auf dem Salzburgring hinter dem Australier Jack Findlay sogar Zweiter, nachdem die Spitzenpiloten nach dem tödlichen Unfall von Hans Stadelmann (Schweiz) im Rennen der Klasse 350ccm auf einen Start verzichtet hatten. Die WM beendete Wiener mit 20 Punkten auf dem 15. Platz.

Im selben Jahr errang Max Wiener drei Meistertitel in den Klassen 350ccm, 500ccm und über 500ccm. Ein Triple sollte bis heute keinem anderen Fahrer mehr gelingen. Insgesamt gingen sechs Titel auf das Konto des Oberösterrerreichers.

Nach dem Rückzug vom Straßenrennsport Ende 1979 versuchte sich der Besitzer eines Autohauses mit Erfolg in der Enduro-Szene. Mit dem österreichischen Moto-Cross-Weltmeister Heinz Kinigadner nahm Wiener sogar an der Rallye "Roof of Afrika" teil.

Rennen
Klasse
Platz
1975 GP von Österreich, Salzburgring
350 ccm
10
1975 GP von Jugoslawien, Opatija
350 ccm
8
1976 GP der Tschechoslowakei, Brünn
500 ccm
5
1977 GP von Österreich, Salzburgring
500 ccm
2
1977 GP von Deutschland, Hockenheimring
500 ccm
9
1977 GP der Tschechoslowakei, Brünn
500 ccm
8
1977 GP von Großbritannien, Silverstone
500 ccm
8
1979 GP von Österreich, Salzburgring
500 ccm
8
1979 GP von Jugoslawien, Rijeka
500 ccm
10
1984 GP von Finnland, Imatra
350 ccm
10

 

Viele sahen Max Wiener nur von hinten! v.l.n.r: Giacomo Agostini, Max Wiener, Karl Auer Max Wiener als Trophäensammler